Autorin Elisa von Hof stellt im Gespräch mit Moderatorin Annika Prigge ihren neuen Roman »Unsichtbare Musen – Frauen, die unsere Welt veränderten« (Verlag Klett-Cotta, 2026) vor.
Dieses Buch verändert unser Verständnis von Kunst und Kultur
Was wäre aus den berühmten Malern, Schriftstellern, Komponisten und Popstars geworden, wenn niemand da gewesen wäre, um sie zu inspirieren, zu trösten, zu korrigieren, zu managen, zu lieben? Von den antiken Musengöttinnen hin zu Christiane Vulpius, Sofja Tolstaja, Gala Dalí, Véra Nabokov, Lee Krasner, Uma Thurman und vielen anderen erzählt Elisa von Hof von den Frauen, die unsere Kunst und Kultur prägen, aber kaum anerkannt oder sichtbar gemacht werden.
An wen denken wir, wenn wir von einer Muse sprechen: vielleicht an eine schöne, junge Frau, die sich halbnackt auf einer Chaiselongue räkelt, während ein Mann sie malt oder fotografiert? Das wäre nicht verwunderlich. Das Bild der liegenden Muse ist durch die Gemälde Tizians, Manets, Matisses und vielen anderen in unser Gedächtnis eingeschrieben. Sie dient dem genialen Künstler als Modell, Liebhaberin und Projektionsfläche. Dabei muss sie noch so viele Jobs mehr erledigen. Obwohl sehr vertraut, ist die Idee vom männlichen Genius, der allein schöpft, noch gar nicht so alt. Systematisch hat sie die Frauen – und den einen oder anderen Mann – im Umfeld des Künstlers zu schmuckem Beiwerk degradiert – und sie wirkt bis heute. Elisa von Hof wirft einen Blick hinter die Kulissen, hinterfragt unsere Vorstellungen von Kunst und Kultur und rückt die ins Scheinwerferlicht, die nicht im Programmheft stehen, dafür aber gearbeitet und oft auch gelitten haben.
Eintritt: 12 € | 8 €
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt – wir empfehlen Ihnen daher die Buchung eines Online-Tickets.
Autorin
Elisa von Hof, geboren 1991, studierte Geschichtswissenschaft und Deutsche Literatur in Berlin. Nach diversen Stationen arbeitet sie seit 2021 im Kulturressort des SPIEGEL und ist seit 2023 stellvertretende Ressortleiterin. Sie zählte zu den „Top 30 bis 30 im Journalismus“ und wurde mit dem Deutschen Reporter:innenpreis ausgezeichnet.
Moderatorin
Annika Prigge ist freie Journalistin, Autorin und Moderatorin aus Berlin. Sie moderiert den ARD-Podcast vom Y-Kollektiv, „Das letzte Gespräch“ für funk und hosted seit drei Jahren den Podcast „End Zwanni“. Dieses Jahr erschien zusammen mit Gesina Demes ihr Debütbuch „Zum Ersten Mal“, welches auf der Spiegelbestseller-Liste einstieg. Auf ihrem Instagram-Account verbindet sie Kunst mit politischen und popkulturellen Shortvideo-Essays.
