DAS ILLEGALE BILD – Fotografie zwischen Bildverbot und Selbstzensur

6. February 2020
5. April 2020

Mit Arbeiten von: Merry Alpern (USA), Jan Dirk van der Burg (Niederlande), Espen Eichhöfer (Deutschland), William E. Jones (USA), Carola Lampe (Deutschland), Beat Streuli (Schweiz)

Das Fotografieren, wie auch das Fotografiert-Werden gehört heute mehr denn je zu unserem Alltag. Und doch – wer auf der Straße ungefragt Passant*innen fotografiert, läuft Gefahr verklagt zu werden. Fotografien, die ohne Einwilligung der Abgebildeten gemacht wurden, stehen im Spannungsverhältnis von Persönlichkeitsrecht und Kunstfreiheit. Es stellt sich die Frage, was schwerer wiegt: das Recht am eigenen Bild oder das Recht am Bildermachen?

Das Fotografieren, wie auch das Fotografiert-Werden gehört heute mehr denn je zu unserem Alltag. Und doch – wer auf der Straße ungefragt Passant*innen fotografiert, läuft Gefahr, verklagt zu werden. Fotografien, die ohne Einwilligung der Abgebildeten gemacht wurden, stehen im Spannungsverhältnis von Persönlichkeitsrecht und Kunstfreiheit. Es stellt sich die Frage, was schwerer wiegt: das Recht am eigenen Bild oder das Recht am Bildermachen?

Fotografien aus dem Alltag von Protagonist*innen der heutigen Zeit prägen unsere Sicht auf die Gesellschaft. Als wichtiges Kommunikationsmedium regen die Aufnahmen zum Denken an und fördern politische Auseinandersetzung. Wo verlaufen die ethischen Grenzen der Fotografie? Wo endet die künstlerische Freiheit? Und welche fotografischen Bilder dürfen wo, wann, wie und von wem gezeigt und veröffentlicht werden? Die Grenzen des Bildermachens und Bilderzeigens sind kulturell, religiös, politisch und rechtlich bedingt und unterliegen stetigen Veränderungen.

Im Jahr 2018 sah sich der Berliner Fotograf Espen Eichhöfer mit einer Unterlassungsklage konfrontiert, nachdem er eine Fotografie, die auf den Straßen Berlins entstanden war, im öffentlichen Raum ausstellte. Dieser Fall, der deutlich macht, wie wichtig eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Thematik ist, endete schließlich vor dem Bundesverfassungsgericht.

DAS ILLEGALE BILD spannt einen Bogen von heimlich gemachten Schnappschüssen über Bilder, die der Zensur zum Opfer fielen, bis zu sozialkritischen Reportagen und konzeptionellen Untersuchungen des Mediums Fotografie. Sechs künstlerische Positionen beleuchten die Frage nach legalen und illegalen Bildern – zwischen sozialem Tabu, gesellschaftlicher Relevanz und künstlerischer Freiheit.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Espen Eichhöfer, Katharina Mouratidi und Natascha Pohlmann.

Foto: © Espen Eichhöfer.