Ian Willms | Pablo E. Piovano

Greenpeace Photo Award

28. August 2019
3. November 2019

Der Kanadier Ian Willms und der Argentinier Pablo E. Piovano sind die Gewinner des Greenpeace Photo Award. Der Award unterstützt die Realisierung von Foto-Dokumentationen zu relevanten Umweltproblemen und wird seit 2014 alle zwei Jahre von Greenpeace Schweiz und Greenpeace Deutschland vergeben. In ihren Langzeitprojekten befassen sich die beiden ausgezeichneten Fotografen mit den aktuellen Themen Landrechte, Klimawandel und den Auswirkungen der Ölausbeutung auf indigene Gemeinschaften.

Pablo E. Piovano dokumentiert die seit Jahrzehnten andauernden Landkonflikte in Patagonien. In der Region Araucanía in Chile verteidigen die Mapuche ihr Landrecht als gebürtige Ureinwohner*innen – auch gegen die Regierung, die sie als Terrorist*innen anklagt. Sie kämpfen gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und fordern das Recht ein, ihre jahrhundertealten Traditionen zu leben. In seinen Bildern kontrastiert Piovano die einzigartige Schönheit, den Artenreichtum und die kulturelle Vielfalt Patagoniens mit dem brutalen Kampf um seine Zukunft.

In seinem Projekt As Long as the Sun Shines zeigt der Fotograf Ian Willms (*1985) die Folgen der Ölsandausbeutung im kanadischen Alberta. Vor der Kulisse der Rocky Mountains reißen enorme Rodungsflächen tiefe Wunden ins Land. Mit massivem Wasser-, Energie und Chemikalienaufwand wird das Öl aus den Teersanden gewaschen – eine „Ökokatastrophe von höchster Brisanz“ (Lars Lindemann, Bildredakteur Magazin GEO). Über acht Jahre fotografierte Ian Willms einfühlsam die Zusammenhänge von wirtschaftlichem Aufschwung, globalem Klimawandel und sozialer Ungerechtigkeit gegenüber Ureinwohner*innen.

In Kooperation mit Greenpeace e.V.

Foto: © Pablo E. Piovano